Die redi-Group verstärkt ihre Aktivitäten in der Verteidigungsindustrie. Was mit einzelnen Projekten begann, hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem eigenständigen Geschäftsfeld entwickelt.
Heute arbeitet die redi-Group in diesem Umfeld unter anderem mit staatlichen Auftraggebern, etablierten Defence-Herstellern, Herstellern unbemannter Systeme sowie Unternehmen aus dem Bereich persönlicher Schutzausrüstung zusammen. Damit erweitert das Unternehmen sein traditionell starkes Industriegeschäft zunehmend um die Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern und Unternehmen aus sicherheitsrelevanten Branchen.
Verteidigungsindustrie: Produktionskapazitäten und Qualität gemeinsam ausbauen
Die Rahmenbedingungen für die deutsche und europäische Verteidigungsindustrie haben sich innerhalb weniger Jahre deutlich verändert. Angesichts der geopolitischen Entwicklungen investieren Deutschland und seine europäischen Partner erheblich in den Ausbau ihrer Verteidigungsfähigkeit.
Mit zusätzlichen finanziellen Mitteln allein ist es jedoch nicht getan. Die eigentliche Herausforderung beginnt dort, wo steigende Auftragsvolumina in zusätzliche industrielle Leistungsfähigkeit übersetzt werden müssen.
Produktionskapazitäten müssen wachsen, Lieferketten stabiler werden und Qualitätsstrukturen mit dem steigenden Tempo Schritt halten. Gleichzeitig fehlen in vielen Bereichen zusätzliche Prüf- und Abnahmekapazitäten. Hinzu kommen komplexe Lieferantennetzwerke sowie Prozesse, die noch nicht durchgängig auf das heutige Wachstum ausgelegt sind.
„Milliarden zu investieren ist der vergleichsweise einfache Teil. Die entscheidende Frage ist, wie es gelingt, diese Investitionen in belastbare industrielle Fähigkeiten zu übersetzen“, sagt Onur Kayhan, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der redi-Group GmbH. „Wer Produktionsvolumen deutlich erhöhen möchte, muss gleichzeitig sicherstellen, dass Lieferanten, Prozesse und Qualität mitwachsen.“
Qualitätssicherung und Lieferantenmanagement im Defence-Sektor
Genau hier sieht die redi-Group die Verbindung zu ihrem bestehenden Geschäft. Das Unternehmen bringt seine langjährige Erfahrung in Qualitätssicherung, Lieferantenmanagement und Prozessoptimierung zunehmend in die Verteidigungsindustrie ein.
Dabei unterscheidet sich der Defence-Sektor in wichtigen Punkten von vielen klassischen Industriemärkten. Lange Entwicklungs- und Beschaffungszyklen, hohe Anforderungen an Qualität und Dokumentation sowie die besondere Verantwortung sicherheitsrelevanter Produkte verlangen ein langfristiges Engagement.
Für die redi-Group geht es deshalb nicht darum, einen aktuell wachsenden Markt kurzfristig zu nutzen. „Wer den Defence-Sektor ausschließlich als Gelegenheit für schnelles Wachstum betrachtet, wird es langfristig schwer haben“, erklärt Onur Kayhan. „Man muss verstehen, was die Kunden tatsächlich benötigen, welche Herausforderungen sie in ihren Lieferketten und Prozessen haben und wo man einen konkreten Beitrag leisten kann. Unser Anspruch ist es, uns genau darüber als verlässlicher Partner zu etablieren.“
DWT-Mitgliedschaft stärkt den Austausch in der Verteidigungsindustrie
Für die redi-Group ist die Entwicklung des Defence-Geschäfts daher ein langfristiger Schritt. Das Unternehmen möchte seine bestehenden Erfahrungen weiter ausbauen, neue Partnerschaften entwickeln und seine Position innerhalb der Branche festigen.
Ein weiterer Baustein dieser Entwicklung ist die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e. V. (DWT). Sie ermöglicht der redi-Group einen intensiveren Austausch mit Unternehmen, Behörden und Vertretern des militärischen Umfelds.
Im Mittelpunkt stehen dabei Themen, die aus Sicht des Unternehmens für die weitere Entwicklung der europäischen Verteidigungsindustrie entscheidend sein werden: stabile Lieferketten, zuverlässige Qualität, belastbare Prozesse und die Fähigkeit, industrielle Kapazitäten nachhaltig zu skalieren.
„Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass unsere Erfahrung und unser Know-how auch in der Verteidigungsindustrie gefragt sind“, sagt Onur Kayhan.
Langfristige Partnerschaften in der Verteidigungsindustrie entwickeln
Mit den steigenden Investitionen wächst auch das wirtschaftliche Interesse an der Verteidigungsindustrie. Entscheidend wird jedoch sein, welche Unternehmen in der Lage sind, sich langfristig auf die besonderen Anforderungen dieses Marktes einzustellen.
Für die redi-Group steht deshalb nicht die Höhe der angekündigten Investitionen im Vordergrund, sondern die Frage, welchen konkreten Beitrag das Unternehmen zur Leistungsfähigkeit seiner Kunden leisten kann.
„Am Ende entscheidet nicht, wer zuerst auf einen wachsenden Markt aufmerksam wird. Entscheidend ist, wer die Herausforderungen seiner Kunden versteht und dauerhaft belastbare Lösungen dafür bietet“, so Onur Kayhan.
Für die redi-Group ist der Defence-Sektor deshalb mehr als ein zusätzlicher Markt. Er ist ein Geschäftsfeld, das das Unternehmen in den kommenden Jahren gezielt und nachhaltig weiterentwickeln will.
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