Globale Lieferketten, neue Technologien und parallele Entwicklungs- und Serienprojekte erhöhen die Komplexität im Supplier Quality Management. Für Automotive OEMs besteht die Herausforderung darin, Lieferanten über Ländergrenzen hinweg zu betreuen und gleichzeitig einheitliche Qualitätsstandards, schnelle Reaktionszeiten und transparente Steuerung sicherzustellen.
Wenn lokale Supplier-Quality-Strukturen an ihre Grenzen stoßen
Mit wachsender Lieferkettenkomplexität reicht eine rein lokal organisierte Qualitätsbetreuung häufig nicht mehr aus. Gefragt sind Modelle, die sich flexibel an neue Lieferanten, Technologien, Projekte und Regionen anpassen lassen – ohne Transparenz und Steuerbarkeit zu verlieren.
Ein übergreifendes Supplier-Quality-Programm verbindet deshalb mehrere Elemente:
- spezialisierte Supplier Quality Engineers und Technology Specialists
- operative Präsenz direkt beim Lieferanten
- einheitliche Prozesse und Qualitätsstandards
- zentrale Program Governance
- transparente KPIs und Reporting
- flexible Ressourcenplanung nach Projektphase, Commodity und Bedarf
So lassen sich schnelle Reaktionen vor Ort mit einer übergreifenden Koordination verbinden.
Vom Pilot-Team zum internationalen Engineering-Netzwerk
Wie sich ein solches Modell in der Praxis entwickeln kann, zeigt ein Automotive-Projekt der redi-Group.
Gemeinsam mit einem führenden OEM wurde ein Projektmodell aufgebaut, das spezialisierte Commodity-Teams, regionale Engineering-Kompetenz und zentrale operative Steuerung verbindet. Aus einem initialen Setup entwickelte sich schrittweise ein internationales Netzwerk mit bis zu 80 spezialisierten Engineers im Vollbetrieb.
Das Modell kann an die Anzahl der betreuten Lieferanten und Projekte, unterschiedliche Phasen des Product Lifecycle sowie technologische Cluster und Commodities angepasst werden.
Globale Koordination, direkte Präsenz vor Ort
Bei internationalen Supplier-Quality-Programmen kommt es darauf an, Engineering-Kompetenz dort verfügbar zu machen, wo Lieferanten und Produktionsstandorte betreut werden, und gleichzeitig eine übergreifende Steuerung sicherzustellen.
Im beschriebenen Projekt werden operative Engineering-Ressourcen deshalb mit einer zentralen Programmorganisation verbunden. Einsätze erfolgen über redi-Group Standorte sowie direkt an Produktionsstandorten des OEM und seiner Lieferanten.
So bleiben die Reaktionswege kurz, während Prozesse, Verantwortlichkeiten, KPIs und Reporting zentral koordiniert werden können.
Skalierung braucht mehr als zusätzliche Ressourcen
Ein wachsendes Engineering-Netzwerk funktioniert nicht allein durch zusätzliche Kapazitäten. Entscheidend ist das Zusammenspiel von lokaler Expertise, klaren Verantwortlichkeiten, standardisierten Prozessen und einer Steuerungsstruktur, die auch bei neuen Lieferanten, Projektphasen oder zusätzlichem Bedarf transparent bleibt.
Für international aufgestellte Unternehmen ergeben sich daraus insbesondere:
- direkte Betreuung internationaler Lieferanten
- kurze Reaktionswege durch lokale Präsenz
- einheitliche Qualitätsstandards
- flexible Skalierung für Projekte und Anläufe
- transparente Steuerung über definierte KPIs und Reporting
Wie ein solches Modell in einem Automotive-Projekt aufgebaut und schrittweise weiterentwickelt wurde, zeigen wir in unserer aktuellen Case Study – einschließlich Projektorganisation, Leistungsmodell und Entwicklung des Engineering-Netzwerks.
Automotive Case Study herunterladen